sprachwandel nach a. s. diamond

Etymologie,gelesen,Linguistik — 7. May 2009

da der zeitpunkt, zu dem die menschliche sprache entstanden ist, sehr weit
in der vorgeschichte zurückliegt, werden wir nie eine sichere
antwort auf die frage haben, wie dieser vorgang genau abgelaufen
ist. das hat die leute aber nicht davon abgehalten, trotzdem die
verschiedensten sprachursprungstheorien zu entwickeln – allesamt
hochgradig spekulativ, aber dafür sehr originell. mittlerweile ist
die disziplin sogar so beliebt geworden, dass sie einen eigenen namen
erhalten hat: die glottogonie.

meine liebste sprachursprungstheorie ist nun die von einem herrn diamond
(1959:258ff). er ist der ansicht, dass am anfang der sprachentwicklung
geräusche standen, die man bei kräftigen bewegungen des arms
unwillentlich von sich gibt. bei verschiedenen arbeitstätigkeiten (er
nennt schneiden, brechen, zerquetschen, schlagen) hätten die menschen
aufgrund der anstrengung verschiedene geräusche produziert, die dann mit
der entsprechenden verbalhandlung assoziert worden seien. um anderen
menschen gegenüber klar zu machen, welche verbalhandlung man meint,
konnte man dann das jeweilige geräusch nachahmen. daraus
hätte sich durch präzisierung usw. eine richtige sprache entwickelt. am
anfang hätten dann genau die vier oben genannten verben gestanden, weil
diese einen “maximum arm effort” erforderten, also besonders anstrengend
waren und deshalb mit einem hörbaren geräusch einhergingen. diese wörter wären also die ältesten, und dies meint diamond sogar aufgrund der ältesten belegten sprachstufen nachweisen zu können.

na, überzeugt…? ;]

referenz

diamond, a. s.: the history and origin of language. london 1959.

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